Ein junger Golfer, der oft auf der Range anzutreffen ist aber nie eine Stunde nimmt, kam eines Tages zum Meister Head Pro und sagte:
"Ich komme mit meinem Schwung nicht weiter. Bitte gib mir einen Fingerzeig."
Der Meister Headpro nahm sein Eisen 7, schlug einen Ball mit dezentem Draw perfekt über die 160m Markierung und fragte den jungen Mann:
"Wer hat den Ball bewegt?"
Später sagte er lächelnd zu seinem Assistant Pro:
"Ich sollte zum Zirkus gehen."
Ich liebe sie - die Anleitungs Videos auf U-Tube.
Für alle Bereiche des Golfschwungs gibt es Videos, die uns Frühentwinklern, von aussen nach innen Schwingern, Schulterschmeissern und Kraftgolfern den Weg zur richtigen Bewegung zeigen sollen.
Topgurus a la Haney, Harmon und Leadbetter, inzwischen Tausende ClubPros und dilettierende Technikfreaks versuchen uns mit immer neuen Anleitungen und Analogien die einzelnen Teile des Golfschwungs näher zu bringen.
Ich habe versucht herauszufinden, was z.B. den Downswing (Transition) einleitet und bin dabei auf eine Vielzahl an Möglichkeiten gestossen, die sich, zur großen Überraschung, teilweise herrlich widersprechen.
Die Quintessenz meiner Suche gibts im Video zu sehen.
Mein persönlicher Favorit ist Mr. Golden mit seinem "The nail is creating the downswing! Zingg!"
Die klassische Golflehre lehrt uns Dutzende Teilaspekte, die der Novize sich mühsam erarbeiten muss. Zwischen dem richtigen Griff, einem korrekten Takeaway, der vollen Schulterdrehung, dem richtigen Lag bekommen, dem getimten Release, der Position der Hände im Impact , der gleichmäßigen Gewichtsverlagerung auf das linke Bein, der perfekten Balance im Finish lauern noch viele Bewegungs-und Koordinationsfallen, in die wir alle allzu gerne tappen. Weil wir so versessen darauf sind, technische Details aufzusaugen, die ein Bilderchaos in unserem Kopf hervorrufen.Wovon träumen wir alle sehnsüchtig? Von der mühelosen, flüssigen Bewegung, die darin mündet, den Ball scheinbar ohne Kraftaufwand in die Höhe, in die Tiefe des Fairways und ins Herz des Grüns fliegen zu lassen. Besinnen wir uns auf das, was in jedem von uns innewohnt: das Metrum, das von unseren Herzen bestimmt wird. Horchten wir einmal vor dem Schwung in unsere Herzen so werden einige eines Rumpeln, eines gewaltigen Pochens gewahr werden. Lassen wir das Herz gleichmäßig und ruhig schlagen und vergessen wir für 2:23 Minuten die ganzen Details und saugen wir den Tanz der Meister auf.
Ein Mann mit niedrigem Handicap und speziell gefitteten Schlägern sprach den Meister Head Pro an und fragte nach dem Sinn des Golfens.
Der Meister Head Pro erwiderte:
"Ich sage es dir, du darfst es aber unter keinen Umständen jemandem weitererzählen:
Der Sinn des Golfens ist niedriges Handicap und gefittete Schläger."
Der Mann war sehr glücklich, bedankte sich und ging.
Als ein Schüler mit niedrigem Handicap den Meister Head Pro besuchte, bemerkte er:
"Gegen den Platz spielen und nicht mit ihm, ist mein einziger Weg gut zu spielen."
Der Meister Head Pro schwieg.
Der Schüler fragte: "Was ist dein Weg?"
Der Meister Head Pro schwieg.
Später sagte der Meister Head Pro zu seinem Assistant Pro:
"Wer auf einem Hügel steht, besteigt ungern einen anderen Berg."