Sich dem Unterbewusstsein absichtslos ausliefern- kein Denken, kein Bewerten, kein Golfen. Pure Bewegung. Übung.

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GOLF KOAN MAI 2010

Ein gewissenhafter Schüler kommt zum Meister Head Pro und fragt:

"Wie soll ich den Ball ansprechen?“

Der Meister Head Pro fragt den Schüler:

"Welche Ballmarke spielst du?“

"Pinnacle!“

GOLF KOAN APRIL 2010

Der Meister Head Pro sprach zu seinen beiden Assistant Pros:

"Ihr erwacht eines morgens und alles, die Menschen, die Sonne, der Platz, die Schläger, die Bälle, alles ist verschwunden.“

 

 

NEUE GOLFBÜCHER

Es wird jetzt langsam Zeit das Thema Golfbücher aufzugreifen, zumal ich seit 25 Jahren im Buchhandel tätig bin.
Als gelegentlicher Bezieher anglo-amerikanischer Golfliteratur bekomme ich von einem großen Internetkaufhaus per e-mail dann in unregelmäßigen Abständen dezente Hinweise auf Golfbücher, die meine bisher bekundete Neugierde befriedigen könnten.
Einige Beispiele dieser teilweise obskuren Auswahl, die man für mich trifft, möchte ich euch nicht vorenthalten.



1. "Bondage Golf" von Marquee D. Sade


Für sexuell extravagant Veranlagte sicher eine durchaus verlockende Herangehensweise weiter und länger zu werden. In wie weit man aber seine bevorzugte Domina mit auf eine Turnierrunde wird mitnehmen können, bleibt mir dann doch noch verborgen.


2. "The Art of Club Throwing" von Thomas D. Bolt



Ein Klassiker des "anger managements" auf dem Golfplatz. Autor Bolt geniesst Legendenstatus, begründet durch unzählige Anekdoten, von denen eine zum Staunen und Lachen animierende Auswahl in diesem schmalen Band versammelt wurde. Allein das Vorwort vom "Walrus" soll sein Geld schon wert sein.

 

3. "Skeleton Golf" von Dr.Phineas Lowcarb



Beim googlen nach Dr. Lowcarb, dessen Konzept nicht ganz stringent zu sein scheint, fiel auf, dass der liebe Herr Doktor sich anscheinend zu diesem Machwerk durch seine Tätigkeit als Diätexperte junger Hollywoodgrößen hat inspirieren lassen. Den Fotos und Angaben nach bringt Dr. Lowcarb momentan höchstens 90 Pfund auf die Waage und spielt ein Hcp von 12.

 

4. "Pride & Prejudice" und 5. "Sense & Sensibility" von Mike Austen





2 Reprints des in Schottland geborenen und Anfang des 20. Jahrhunderts nach Nordamerika ausgewanderten Austen. Berüchtigter Schwerenöter und Zocker, schildert Austen in diesen beiden Klassikern sowohl wie er reichen englischen Adligen und amerikanischen Magnaten durch Abschliessen immer absurderer Wetten das Geld aus der Tasche zieht, als auch wie er durch die Betrachtung der eleganten und mühelosen Bewegungen der Damen zu seinem später legendären Schwung kommt.



6. "Levitational Golf" von Nick Proudfoot


Wenn jemand der "Stolzfuss" heisst durch das Schweben über den Golfplatz bessere Scores verspricht, neige ich dazu - bei aller Toleranz und Neugierde gegenüber neuen Ansätzen, die das Golfspiel erleichtern sollen- dieses Machwerk nicht näher zu studieren. Zumindest soll durch konsequent angewendetes "floating" die Spieldauer auf unter 3 Stunden gebracht werden können.

 


7. "How to analyze your swing to death" von Nick van Stolterfoht


Der Autor weiss als einer der Mitentwickler moderner Golfschwunganalysesoftware (Y2) wovon er schreibt. Dieses Buch ist an alle Winkel- und Vektorenfetischisten gerichtet, denen es nicht reicht vom lokalen Golflehrer die Anweisung zu bekommen, locker zu schwingen.
Das Buch lebt von der trockenen, wissenschaftlichen Sprache und lüftet auf unsentimentale Weise das eine oder andere Schwunggeheimnis.

 

 

8. "Short Stick" von Dr. Niclas Snoopenfort

Bücher über das Putten, des Golfspiels kleinen Stiefbruder, erfreuen sich selten besonderer Wertschätzung und gesteigertem Interesse. Snoopenfurt, der laut Klappentext stolze 2,03m misst, hat, des Verlängerns seines Putterschaftes letzlich überdrüssig, in Jahre langem Selbstversuch herausgefunden, dass es durch die im Titelbild dargestellte Haltung dem leidenschaftlichen Golfer möglich ist bis ins hohe Alter mit Hilfe von hochdosierten Schmerzmitteln mit weniger als 40 Putts über die Runde zu kommen. Mit 20 Röntgenaufnahmen. Nur für Puttfreaks und Physiotherapeuten zu empfehlen.

 

 

9. "Be your own mental guru" von Rev. Sri Nick


Bücher, die sich der (Golf)Psyche widmen, wecken bekanntlich meine besondere Neugierde und wenn sie noch dazu Hcp Verbesserungen von 10 Schlägen versprechen, bin ich Feuer und Flamme.
Nach mühsamer Recherche lässt sich über den Autor nur berichten, dass dieser ein ehemaliger, erfolgloser NationwideTour Spieler war, der sich nach Beendigung der Karriere in den 90er Jahren als presbyterianischer Wanderprediger im Mittleren Westen versuchte und Anfang des 21. Jahrhunderts im Death Valley auf einen nordkoreanischen Zenmönch traf, der ihm zum golferischen Satori verhalf. Durch glückliche Fügung lernte er Richard Gere kennen, der ihm Zugang zu Hollywoodgrößen ermöglichte, denen Rev. Sri Nick, wie er sich nun nennt, durch Verabreichung von Schlägen seines gefürchteten 60° Cleveland Lobwedge, zu absichtslosem Tun im Hier und Jetzt und Handicaps um 10 verhalf.
Das Buch selbst scheint laut Inhaltsangabe in erster Linie den Fokus auf die Biographie des Autors zu legen. Zu den mentalen Tricks gibt es auf Seite 203 nur den Hinweis auf die Möglichkeit Wochendseminare mit dem Meister in Palm Springs zum Schnäppchen Tarif von US$ 7000,- buchen zu können. (www.srigolf.com)

 

 

10. "Monkey Golf" von N.J.Stoltentrott


Stoltentrott, passionierter Golfer und anerkannter Primatenforscher, wurde zufällig auf die Idee gebracht seine golferische Passion mit seinem Forschungsgebiet zu verbinden. Als er eines Tages sein Golfbag mit ins Labor nahm, beobachtete er wie seine beiden Schimpansen Augusta und Boo seine Schläger und Bälle entwendeten und ihm darauf mit spielerischer Leichtigkeit und Unbekümmertheit zeigten wie einfach der Golfschwung in seiner natürlichen Bewegung sein kann. Alle Erkenntnisse über Griff, Ansprechposition und kinematischer Kette müssen laut Stoltentrott ab sofort neu definiert werden.
Der Golfchannel möchte ihn für eine 12 teilige Serie mit Charles Barkley zusammenbringen, um diesem mit Stoltentrotts revolutionären Übungsreihen endlich zu einem wiederholbaren natürlichen Schwung zu verhelfen.

 


Alles in allem ist es erstaunlich was sich Wissenschaftler, Dilettanten, Visionäre und Golfverrückte einfallen lassen, um uns Leidende von unseren Depressionen, Schimären, fehlgeleiteten Ambitionen und überzogenen Erwartungen zu heilen.
Den einen oder anderen Titel werde ich mir sicher bestellen.

Ich wünsche alle meinen Lesern eine lustvolle neue Saison 2010 (wenn sie denn nun endlich beginnen möge)

GOLF KOAN MÄRZ 2010

Ein junger Golfer, der oft auf der Range anzutreffen ist aber nie eine Stunde nimmt, kam eines Tages zum Meister Head Pro und sagte: "Ich komme mit meinem Schwung nicht weiter. Bitte gib mir einen Fingerzeig."  

Der Meister Headpro nahm sein Eisen 7, schlug einen Ball mit dezentem Draw perfekt über die 160m Markierung und fragte den jungen Mann: "Wer hat den Ball bewegt?"  

Später sagte er lächelnd zu seinem Assistant Pro: "Ich sollte zum Zirkus gehen."

DER NAGEL ODER DER BALL? GOLFLEHRVIDEOS AUF YOUTUBE

Ich liebe sie - die Anleitungs Videos auf U-Tube. Für alle Bereiche des Golfschwungs gibt es Videos, die uns Frühentwinklern, von aussen nach innen Schwingern, Schulterschmeissern und Kraftgolfern den Weg zur richtigen Bewegung zeigen sollen. Topgurus a la Haney, Harmon und Leadbetter, inzwischen Tausende ClubPros und dilettierende Technikfreaks versuchen uns mit immer neuen Anleitungen und Analogien die einzelnen Teile des Golfschwungs näher zu bringen. Ich habe versucht herauszufinden, was z.B. den Downswing (Transition) einleitet und bin dabei auf eine Vielzahl an Möglichkeiten gestossen, die sich, zur großen Überraschung, teilweise herrlich widersprechen. Die Quintessenz meiner Suche gibts im Video zu sehen. Mein persönlicher Favorit ist Mr. Golden mit seinem "The nail is creating the downswing! Zingg!"

Begnadetes Marketing! 

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GET RHYTHM, WHEN YOU GET THE (SWING) BLUES

Die klassische Golflehre lehrt uns Dutzende Teilaspekte, die der Novize sich mühsam erarbeiten muss. Zwischen dem richtigen Griff, einem korrekten Takeaway, der vollen Schulterdrehung, dem richtigen Lag bekommen, dem getimten Release, der Position der Hände im Impact , der gleichmäßigen Gewichtsverlagerung auf das linke Bein, der perfekten Balance im Finish lauern noch viele Bewegungs-und Koordinationsfallen, in die wir alle allzu gerne tappen. Weil wir so versessen darauf sind, technische Details aufzusaugen, die ein Bilderchaos in unserem Kopf hervorrufen.Wovon träumen wir alle sehnsüchtig? Von der mühelosen, flüssigen Bewegung, die darin mündet, den Ball scheinbar ohne Kraftaufwand in die Höhe, in die Tiefe des Fairways und ins Herz des Grüns fliegen zu lassen. Besinnen wir uns auf das, was in jedem von uns innewohnt: das Metrum, das von unseren Herzen bestimmt wird. Horchten wir einmal vor dem Schwung in unsere Herzen so werden einige eines Rumpeln, eines gewaltigen Pochens gewahr werden. Lassen wir das Herz gleichmäßig und ruhig schlagen und vergessen wir für 2:23 Minuten die ganzen Details und saugen wir den Tanz der Meister auf.

 

 

GOLF KOAN FEBRUAR 2010

Ein junger Golfer kam zum Meister Head Pro und fragte ihn: "Ich suche den Weg Scratch zu spielen. Kannst du mir helfen?"  

Der Meister Head Pro antwortete: "Nein ich kann dir nicht helfen, aber komm doch morgen wieder vorbei." 

Einen Tag später kam der junge Golfer wieder und fragte: "Ich suche den Weg Scratch zu spielen. Kannst du mir helfen?" 

Der Meister Head Pro antwortete: "Nein ich kann dir nicht helfen, aber komm doch morgen wieder vorbei." 

Am nächsten Tag trat der junge Golfer wieder vor den Meister Head Pro und wollte seine Frage erneut stellen.  

Der Meister Head Pro unterbrach ihn aber gleich und sagte: "Du kennst die Antwort, warum stellst du die Frage?"

GOLF KOAN JANUAR 2010

Ein Mann mit niedrigem Handicap und speziell gefitteten Schlägern sprach den Meister Head Pro an und fragte nach dem Sinn des Golfens. 

Der Meister Head Pro erwiderte: "Ich sage es dir, du darfst es aber unter keinen Umständen jemandem weitererzählen: Der Sinn des Golfens ist niedriges Handicap und gefittete Schläger."  

Der Mann war sehr glücklich, bedankte sich und ging.

GOLF KOAN DEZEMBER 2009

Ein Golfer fragte den Assistant Pro: "Was ist der Weg deines Head Pros?"  

Der antwortete: "Ich weiss es nicht." 

Später fragte der Assistant Pro den Meister Head Pro: "Was ist dein Weg?" 

Dieser antwortete: "Ich weiss es nicht."

GOLF KOAN NOVEMBER 2009

Ein Golfschüler fragte einmal den Meister Head Pro: "Was ist die Kunst Golf zu spielen?" 

Der Meister Head Pro antwortete: "Am Anfang schlag ab, am Ende putte."